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Volkstrauertag

Uns geht es einfach zu gut...

Der November ist bekanntlich der Monat des Nachdenkens und der Besinnlichkeit. Leider ist das in der heutigen Generation nicht mehr generell der Fall. Ein einfaches Bild zeigt uns der Volkstrauertag: Nach der Abendmesse am Samstagabdend, 17.11.2018, mal eben 20 Minuten am Ehrenmal stehen und Gedenken ist für 90 % des Dorfes schon zu viel Aufwand. Aber woran liegt das??? Das fragt man sich jedes Jahr: Nicht nur bei uns im Tambourcorps, sondern überall werden es jedes Jahr weniger Teilnehmer - die Bevölkerung juckt es fast gar nicht mehr! Dabei sollten wir eigentlich froh sein schon solange in Frieden zu leben und wer weiß, wie lange das noch anhält, aufgrund der aktuellen politischen Situation??? Aber scheinbar sind wir Menschen in Deutschland einfach zu sicher und satt was das Thema angeht. Wie kann es sonst sein, dass von der örtlichen Bevölkerung maximal zehn Leute die Gedenkfeier besuchen, oder auch von uns nur ein Vertreter, in Uniform, vor Ort ist??? Es ist beschämend, wie wenig wir uns mit der aktuellen Weltlage auseinandersetzen und uns alles scheinbar egal ist, weil es uns ja aktuell noch gut geht. Jeder von uns wird in seinem Leben schon einen schmerzhaften Verlust erlitten haben und auch diesem gilt es, an so einem Tag, zu gedenken. Der Volkstrauertag erinnert natürlich an die schlechten Zeiten von Krieg und Unterdrückung, aber er ermahnt uns auch jedes Jahr erneut daran an einer besseren Welt zu arbeiten. Dabei ist es egal, ob wir direkt oder indirekt mit dem Krieg zu tun hatten. Wichtig ist nur eins: "Wir wollen diese Phase nicht nochmal erleben!"