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Vogelschießen 2019

Wie ein Holzsplitter Geschichte schreibt...

Schon morgens um Elf fanden sich rund dreißig Personen am Schützenplatz ein um zu sehen, wie der stolze Adler in die Höh geschraubt wird. Unter Ihnen auch der seit Wochen im Dorf gehandelte Kandidat, Walter Lenze, der es nun im dritten Anlauf endlich wissen wollte. Zu diesem Zeitpunkt ahnte aber noch niemand, mit welcher Dramatik das diesjährige Schießen enden wird. Wir trafen uns um 14:00 Uhr in der Wegelange, um zum Platz aufzumarschieren. Erstmalig hatten wir unsere Neumusiker(innen) dabei und boten ein wirklich prachtvolles Bild - 49 Personen schienen eine nicht endende Formation darzustellen. Da dennoch fünf Personen fehlten können wir zum Schützenfest wohl noch eine Schippe drauf legen - der Tambour und der Präsident waren mehr als stolz! Nach dem Antreten um 14:30 Uhr ging es ein letztes Mal in den Holsteiner Weg, um Oberst Achim Fahney abzuholen, der nach zwölf Jahren an der Spitze im nächsten Jahr sein Amt abgeben wird. Hier wurde auch der Paradevogel in den Schützenzug integriert. Nun hieß es den noch amtierenden König Uwe Paßarge von seiner Residenz abzuholen, der ein letztes Mal, glücklich die Front abnahm. Zurück am Schützenplatz konnte das Schießen beginnen und die Gruppe "Remmert" sicherte sich fix die Prinzenwürden. Während wir dann ein zwanzigminütiges Saalspiel in der Halle zelebrierten wurde es unter der Vogelstange richtig spannend: Aus dem Nichts hatte sich mit Marc Ringhoff ein weiterer Schütze spontan entschlossen den Adler zu zerlegen und so schossen er und Walter Lenze um die Wette. Auch im Publikum bildeten sich schnell zwei Lager, die ihre Favoriten anfeuerten - ziemlich gute Stimmung und die Anspannung stieg mit jedem Schuss. Dann, plötzlich fällt der Korpus runter und Lenze wird schon gefeiert; doch was der Vorstand im ersten Moment nicht sah brüllten die Zuschauer lauthals über die Absperrung - ein kleiner Span versteckte sich noch hinter der Schraube und somit ging es weiter. Man einigte sich allerdings darauf, dass jeder nur noch fünf Schuss hat und entweder einer trifft diesen verdeckten Span oder Lenze wird König, da er den ganzen Korpus abgeschossen hatte. Eine faire Lösung, denn hinter die Schraube schießen ist schon eine Kunst für sich - doch Lenze gelang das Kunststück und Nordborchen hatte einen neuen König; so viel Spannung hatten wir schon lange nicht mehr. Es folgte um 19:00 Uhr die Proklamation, wo auch wir nochmal jublen durften, denn aus unseren Reihen hatte Felix Wibbe die Würde des Schülerprinzen errungen. Anschließend ging es in den Eichenweg, wo die neue Königin abgeholt wurde: Heike machte ihrem Beinamen alle Ehre und strahlte über das ganze Gesicht. Zurück an der Halle startete dann der Festball und wir feierten bis in die Morgenstunden einen wunderschönen Auftakt des Schützenjahres 2019/20.