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Schützenfest Paderborn 2019

Hier spricht der Bierkapitän...

Hier spricht natürlich das TCNB, aber dieser Malle-Song, sollte am Wochenende einer der Ohrwürmer werden und wurde auch gleich auf den Instrumenten einstudiert. Aber fangen wir vorne an: Eigentlich wären wir in diesem Jahr wieder mit dem Zapfenstreich dran gewesen, aber da vor ein paar Jahren mal unter den Kompanien getauscht wurde standen wir bereits im letzten Jahr am Rathaus. Der Wettergott hatte das wohl nicht mitbekommen und bescherte der Königssträßer-Kompanie am Freitag den typischen Western-Regen. Dieser sollte uns dann gleich am Samstag nochmal ereilen. Mit dem Anreißen des ersten Marsches um 13:00 Uhr öffnete der Himmel wieder seine Pforten und ließ uns gut dreißig Minuten aufweichen - aber so ist halt das bei diesem Hobby, entweder von Innen oder Außen nass. Da wir 5. Kompanie waren und somit an letzter Stelle zog sich unser Eintreffen am Schützenplatz ne Weile hin. Im Baudenbereich angekommen wurde noch etwas musiziert und anschließend zur Partymusik gefeiert. Gegen zwei Uhr in der Früh, waren dann aber auch die letzten Blauröcke in Nordborchen wieder eingerückt. Nur neun Stunden später ging es ja schließlich auch schon weiter. Heute kamen die Kompanien auf dem Domplatz zusammen, was immer wieder ein Highlight ist! Du kommst aus dem engen Schildern und es empfangen Dich mehrere hundert Zuschauer in der Manege - ein beeindruckendes Bild! Der Sonntag ist bekanntlich Familientag und so wurde rund um den Schützenplatz wieder einiges geboten. Auch wir trugen mit etwas Unterhaltungsmusik zum Gelingen bei, ehe es um halb sechs auf zur Parade ging. Danach war der offizielle Teil geschafft und es ging erneut in den Feiermodus über - erstaunt konnte man unsere Mädels mit ihren fünfzehn Lenzen betrachten, die auch bei den älteren Schlagern sehr textsicher waren - manches Liedgut scheint wohl nie auszusterben! Nach einem sehr erfolgreichen & launigen Abend fuhr dann das letzte Taxi um kurz vor Mitternacht nach Borchen - Tag Nummer Zwei ist absolviert, bleibt noch einer. Ohh Mann, der Wecker klingelt schon wieder um Sechs: Während das zivil feiernde Volk sich wohl noch mal im Bett umdreht heißt es für uns Musiker ab in die Uniform. Den Treffpunkt in Paderborn erreichen wir um 07:00 Uhr, wo sich alle erstmal mit einer deftigen Brühe stärken - das ist auch bitter nötig, denn an so einem intensiven Wochenende lässt Dich Dein Körper schon mal spüren, wenn er was nicht gut findet :-). Ziemlich stolz guckte man dann auf unsere Truppe: Nach 36 am Samstag & 37 Personen am Sonntag waren wir heute mit 38 Spielleuten angetreten - ein Rekord für einen Montag in der Domstadt. Nach dem Umzug durch die Stadt fand dann das große Schützenfrühstück in den Kompanien statt, wo traditionell allen Gönnern gehuldigt wurde - denn ohne Moos nichts los! Um 13:00 Uhr begann dann das Vogelschießen um die Königswürde - da die Western-Kompanie keinen Aspiranten stellte konnten wir ziemlich entspannt zu gucken und nachdem der neue Regent feststand unseren montäglichen Rundgang durch die Bauden machen. Einfach schön alte Bekannte zu treffen, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht und sich mal wieder auszutauschen. Bei den Königsstäßern kam es dann zu einem klasse Zusammenspiel mit dem Spielmannszug Wewer und dem Blasorchester aus Lichtenau - man kann schon sagen, dass die Bude für einen Moment Kopf stand - das ist Gemeinschaft leben und ein Zeichen an das diesjährige Motto: "Paderborner Schützen - Mitten in Europa!" Von diesem Vereinszusammenhalt könnte sich so mancher in Europa mal was abgucken! Während der ganzen Spielerrei vergaß man ein bischen die Zeit und musste sich fast schon etwas beeilen, um in allen Kompanien vorbei zu schauen. Natürlich durfte auch unser Gruppenfoto unter der Kastanie nicht fehlen, ehe es am Abend noch einmal zur Parade ging, wo die Aufwartung des neuen Königspaares stattfand. Danach, Ihr könnt es schon ahnen, ging es wieder in den Feiermodus über: Mit unseren Freunden aus Kirchborchen belagerten wir die Tanzfläche im Western-Zelt und nun saß wirklich jeder Song im Kopf fest - wer noch nicht heiser war wurde es also spätestens heute. Fast schon traurig waren einige, als die Musik um kurz vor Elf ausging und wir uns das Abschlussfeuerwerk ansehen mussten - aber auch das ist jedes Jahr ein Knaller und rundet den Reigen bestens ab. Tja, so schnell sind drei Tage erzählt; schön war's und allen Feierwütigen scheint es richtig Bock gemacht zu haben & das ist bekanntlich die Hauptsache. Für uns geht es jetzt erstmal in die Sommerpause und musikalisch hört man sich dann im September wieder. Bis dahin, Euer Bierkapitän vom TCNB!