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Grünkohlessen 2019

Wer saufen kann, kann auch arbeiten...???

...das war vielleicht früher mal so! Im tonusmäßigen Wechsel mit dem Sommerfest stand in diesem Jahr wieder das Grünkohlessen auf dem Programm. Am Sonntag, 17. Februar, hatte das TCNB geladen und sage und schreibe 81 Anmeldungen waren ins Haus geflattert - die Jüngste gerade mal zwei Monate und die beiden Betuchtesten stolze 84 Jahre; dieser Verein verbindet die Generationen!!! Um uns die Mahlzeit am Mittag zu verdienen stand natürlich erstmal eine Wanderung auf dem Programm. Um 10:00 Uhr trafen sich schon sechzig Lauffreudige an der Tenne und nahmen, bei fast schon sommerlichen Temperaturen die Beine in die Hand - blauer Himmel, klare Luft und eine angenehme Wärme vom Lorenz ließen schon zu dieser Uhrzeit allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Allen??? Nicht ganz, denn drei Personen sollten wir, aufgrund von vorabendlichen Festivitäten, an diesem Tag gar nicht zu Gesicht bekommen. Die Trommler-Meute bahnte sich nun ihren Weg die Kreuzricke hinauf, wo man beste Blicke ins Dorf erhaschen konnte. Ziel war am heutigen Morgen, die Biogasanlage Franke, denn schließlich wollen wir nicht einfach nur durch die Gegend laufen, sondern auch unserer Bildungspflicht nach- kommen. In einem einstündigen Vortrag, durch den Hofherren, bekamen wir beste Einblicke in den Tagesablauf in diesem landwirtschaftlichen Betrieb - Wie entsteht hier Strom!, Wer ist Abnehmer? etc. Keine Frage blieb unbeantwortet und alle Beteiligten sind nun etwas schlauer, was diesen Sektor angeht. Gegen 12:15 Uhr waren dann alle zurück an der Tenne, wo inzwischen auch der Rest eingetroffen war und man konnte sich aufs Mittagessen stürzen - lecker war es, wie man den fast blanken Töpfen entnehmen konnte. Um die Zeit zum Kaffee etwas zu überbücken führten wir in diesem Jahr den Königsfilm aus dem Jahr 2002 vor, wo das Tambourcorps das Nordborchener Schützenvolk regierte. Viele unserer Anfang Zwanziger kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als sie sich in ihren Kinderschuhen sahen - so schnell vergeht die Zeit! Zum Nachmittagstee hatten die Trommlerfrauen wieder alles gegeben: Von Schwarzwälderkirchtorte bis Donauwelle war alles dabei und ein dicker Applaus zeigte die Dankbarkeit. Bei sehr amüsanten Themen verging der Nachmittag mal wieder viel zu schnell, doch der harte Kern hielt bis halb Elf durch, ehe auch hier die Kräfte nachließen. Ein super Tag, wie man aus allen Mündern hören konnte. Doch dem Schönen folgt dann meist das Negative: Keine 24 Stunden später wird zum Aufräumen gebeten und es gucken sich zwei einzelne Augenpaare hilflos an, schüttlen die Köpfe und rackern allein - so schnell ist der Glanz verflogen und es bleibt die Frage, ob solche, doch so schönen Veranstaltungen noch eine Zukunft haben, wenn die Arbeit an nicht mal einer Hand voll Leuten hängen bleibt??? :-(